Geschichte und Archive

Laut Satzung gehört die Pflege des Heimatgedankens und der Heimatgeschichte zu den Zielen des Heimat- und Verschönerungsvereins Martfeld (HVV). Bereits bei der Gründung des Vereins, im Jahr 1976, wurde daher ein Geschichts- und Archivausschuss gebildet, der zunächst über mehrere Jahre von dem pensionierten Martfelder Lehrer Rudolf Bode und später, nach dessem Tode, bis in die heutige Zeit von Anneliese Schlake geleitet wurde und noch wird.

Im Jahr 1979, zur 800-Jahrfeier der Gemeinde Martfeld, erschien dann der erste Band der Schriftenreihe: "Vergangenheit und Gegenwart", die inzwischen auf sechs Bände angewachsen ist. Der siebte Band ist zur Zeit in Arbeit. Damit gehört Martfeld im Landkreis Diepholz sicherlich zu den Gemeinden, deren Geschichte am intensivsten erforscht und dokumentiert ist.

Dies war nur möglich, dank des großen Engagements zahlreicher Bürger und Bürgerinnen, die in nicht zählbaren Arbeitsstunden umfangreiche Recherchen in verschiedenen Archiven, u.a. im Niedersächsischen Staatsarchiv in Hannover, bei Hausbesuchen und in anderen Quellen durchgeführt, sowie eigene Beiträge erstellt haben. Hervorzuheben ist hier das Engagement von Hartmut Bösche, ohne dessen Fachwissen und großem persönlichen Einsatz die Dokumentation der Geschichte Martfelds nicht möglich gewesen wäre.

Die reine Archivarbeit wurde in den ersten Jahren von Irmgard Steiner, später zusammen mit dem Geschichtsausschuss von Annliese Schlake geleitet, die dieses Amt neben ihrer Tätigkeit als zweite Vorsitzende ausübt. Inzwischen werden die Dokumente, Fotos und dergleichen aber im Archiv der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen gelagert. Dies auch wegen des Fehlens geeigneter Räume in Martfeld. Außerdem erleichter die zentrale Lagerung der Unterlagen die Arbeit der Archivare in den einzelnen Mitgliedsgemeinden.

Die Öffnungszeiten und die Ansprechpartner der Samtgemeinde finden Sie beim Archiv der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. Ein weiteres Archiv finden Sie unter der Archivsammlung der GdS Martfeld.

Veranstaltungen

Der Veranstaltungsausschuss des "Heimat- und Verschönerungsvereins Martfeld e.V." (HVV) hat es sich zur Aufgabe gemacht, in dem schönen Ambiente der "Fehsenfeldschen Mühle" und drum herum kulturelle Veranstaltungen für Jung und Alt zu organisieren. An den Mühlentagen kann neben dem Kulturprogramm auch besichtigt werden, wie eine Mühle mit ihrer interessanten Technik und den geschickten Händen des Müllers funktioniert.

Veranstaltungen rund um die Mühle
Mitten im Ortskern, unweit der Kirche, steht die von uns für einen symbolischen Betrag gepachtete, über 125 Jahre alte Windmühle. Sie ist nach dem Namen der Eigentümerfamilie „Fehsenfeldsche Mühle“ benannt. Es handelt sich um eine gut erhaltene, voll funktionstüchtige Holländer Galeriewindmühle mit vier Mahlgängen. Die Fehsenfeldsche Windmühle dient uns, dem HVV, als „Vereinsheim“ und wird darüber hinaus für standesamtliche Trauungen und für kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen, Ausstellungen oder kleinere musikalische Darbietungen genutzt. Vier Mal im Jahr öffnen wir sie an den sogenannten „Mühlentagen“.

Martfelder Mühlenlauf
Am 1. Mai eines jeden Jahres führen wir in Zusammenarbeit mit dem Sportverein den Martfelder Mühlenlauf durch. In diesem Wettbewerb führt die Strecke vorbei an den drei Martfelder Windmühlen, von denen zwei sorgfältig restauriert sind.

Deutscher Mühlentag
Immer am 2. Pfingsttag findet bundesweit der „Deutsche Mühlentag“ statt. Bei uns in Martfeld ist dieser Tag seit einigen Jahren unter dem Motto: „Mühle, Hof, Garten“ bekannt. Außer unserer Mühle ist dann auch der benachbarte Garten und der Hof von Rennig Söffker geöffnet. Überall gibt es kulinarische Angebote wie Kaffee und Kuchen, Spargelsuppe, Bratwurst, Kartoffelpuffer usw. An anderen Ständen bieten Hobbykünstler ihre Werke an oder Blumen und andere Pflanzen und vieles mehr. Auch ein Beschäftigungsprogramm für Kinder bietet unser Kinder- und Jugendausschuss (Ki-Ju) an. (Näheres zu unserer Jugendarbeit unter "Kinder und Jugend" im Hauptmenü am linken Rand).
 
Tag des offenen Denkmals
Am 2. Sonntag im September gibt es ebenfalls bundesweit den „Tag des offenen Denkmals“. Auch an diesem Tag beteiligen wir uns mit Mühlenführungen und Kaffee und Kuchen.

Samtgemeinde Mühlentag
Am 2. Sonntag im Oktober gibt es innerhalb der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen den „Samtgemeinde Mühlentag“. Dann sind alle Mühlen in der Samtgemeinde geöffnet, auch die Wassermühlen. Wir bieten dann spezielle bäuerliche Produkte an und zeigen altes, dörfliches Handwerk wie Weben, Sensedengeln, Korbflechten und Spinnen. Natürlich gibt es auch an diesem Tag Kaffee und Kuchen und andere leckere Sachen. Auch die Hobbykünstler sind immer dabei.

Wir haben noch viele Ideen – kommen Sie vorbei und seien Sie dabei!
Der "Veranstaltungsausschuss” des HVV Martfeld

Radtouren - Willfried Nordbruch

"Radfahren liegt mir Blut"

Schon seine ersten Urlaubsziele erreichte der Martfelder Wilfried Nordbruch mit dem Drahtesel
Quelle: Kreiszeitung 5.August 2009 ah - Foto Hanke

Urlaub vor 50 Jahren? Gab es nicht", lautet die erste Reaktion des Martfelders Wilfried Nordbruch. Dann aber fällt dem 69-Jährigen doch noch Einiges für die Sommerserie der Kreiszeitung ein. „Wir haben es wohl nur nicht Urlaub ge-nannt", lacht Nordbruch, den die Martfelder wegen seines jahrzehntelangen Engagements für die Kirchengemeinde und den Heimatverein schätzen. Seinen Eltern war das Wort „Urlaub" tatsächlich fremd. Ab und zu ein freier Tag, mehr sei nicht drin gewesen, Mit Fotos und Postkarten hat Wilfried Nordbruch seine früheren Urlaub dokumentiert, erinnert sich Nordbruch an seine frühe Kindheit. 1940 geboren, wuchs er auf einem Pachthof in Martfeld – Normannshausen auf. Sein Vater betrieb einen kleinen Landhandel mit Kohle, Torf, Düngemitteln und Kartoffeln. Ausflüge mit Nachbarn und Bekannten zum Zirkus "Krone" in Bremen seien schon "eine Sensation in Tüten" gewesen. "Da sind wir mit einem alten Lkw hin, auf dessen Pritsche Bänke und Stühle montiert waren." Besuche von Verwandten in Jeebel mit dem Rad und Abstecher zum Brokser Markt unternahm Nordbruch ebenfalls mit den Eltern. Zu Hochzeiten und anderen wichtigen Anlässen mietete sich die Familie schon mal einen Wagen mit Fahrer.
Sein erster eigener Urlaub führte Nordbruch 1956 nach Hamburg. "Ich habe mich damals gewundert, dass ich das schon mit 16 Jahren durfte", berichtet er. Gemeinsam mit seinem Klassenkameraden Wolfgang Landwehr machte er sich mit dem Rad auf den Weg in die Hansestadt. Eine Klassenkameradin war dorthin gezogen. "Na ja, in dem Alter hat man ja schon nach Mädchen geschaut", erklärt der Martfelder. Den Großteil der Nächte verbrachten die Freunde in einer Baracke der Jugendherberge in Fuhlsbüttel. Feldbett und Wolldecke – mehr brauchten die beiden Jungen seinerzeit nicht.

 Wilfried Nordbruch (links) und der Brokser Wilfried Schumacher während einer Radtour – Pause im Harz
Ein Jahr später ging es mit dem Drahtesel nach Holland und Belgien. 1000 Kilometer rissen Nordbruch und sein Klassenkamerad Detlef Krüger aus Bruchhausen – Vilsen (heute Schweiz) in zehn Tagen ab. Dass er wegen eines vergessenen Portemonnaies insgesamt drei Mal über den Ijsselmeer – Damm musste, darunter zwei Mal bei Gegenwind, ist Nordbruch besonders in Erinnerung geblieben. Ebenso wie das "viel lockerere" Radioprogramm der Holländer mit unbekannter Musik und das Interesse eines Holländers an zeitgenössischer deutscher Literatur. Mit ihm tauschte sich Nordbruch über den norddeutschen Schriftsteller Manfred Hausmann aus. Zeitweise waren die Jungen mit Mädchen aus Surinam unterwegs. Nordbruch: „Bis dahin hatten wir in unserem Leben noch keine Farbigen gesehen."
Nicht verstanden haben die beiden, warum ihnen einige Holländer feindlich begegneten. "Vom Zweiten Weltkrieg haben wir in der Schule doch nichts mitbekommen", sagt Nordbruch.
Weitere Radtouren unternahm Nordbruch seinerzeit mit dem Brokser Wilfried Schumacher in den Harz (1959) sowie mit dem Schwarmer Klassenkameraden Fritz Masemann nach Schilling (1958 und 1960).
"Dort muss es uns gut gefallen haben, sonst wären wir ja nicht zweimal hin", überlegt Nordbruch. Beim zweiten Mal habe er schon einen Motorroller besessen. "Fritz hat sich einfach an meiner Schulter festgehalten, und ich habe ihn gezogen. Damals ging ja so manches."
Seinen ersten Flug erlebte er im Alter von 46 Jahren. Mit Ehefrau Regina und den beiden Töchtern ging es nach Ischia (Italien). Wander – Ferien auf Mallorca, Madeira und Teneriffa haben die Nordbruchs ebenfalls schon erlebt, doch gegen den Drahtesel hat das Flugzeug noch heute keine Chance. Ob rund um den Bodensee oder der Donau entlang von Passau nach Wien:. "Das Radfahren liegt mir irgendwie im Blut", erklärt Nordbruch. "Am Strand in der Sonne liegen, das ist nichts für mich."


Weitere Informationen bei Regina und Wilfried Nordbruch
Telefon: 04255-204
E-Mail: wilfried.nordbruch@t-online.de

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