Saison 2015

"Krüüzfohrt in Schwienestall"

Fotos von der Probe am 5.01.2015: Wilfried Nordbruch

Bauer Jupp Speckmann lebt mit seiner Frau Gerda und Tochter Anna auf seinem Hof. Jupp weiß und kann alles… Denkt er zumindest… Die meiste Zeit über ist er stinkfaul und frönt mit seinem Kumpel Walter dem Alkohol.

2

Sein Lehrjunge Jan erledigt die tägliche Arbeit auf dem Hof. Dieser hat ein Auge auf Anna geworfen, was Jupp natürlich missfällt. Nach einer Dorftombola jubeln Jan und Anna Jupp den Hauptpreis unter: Eine Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer. Dumm nur, dass Jupp seit Kindesbeinen panische Angst vor Wasser hat. Er fürchtet, den Spott und Hohn, den er von den Dorfbewohnern und seiner Familie erntet, so sehr, dass er kurzum seinen besten Freund auf die Reise schickt und sich selbst auf seinem eigenen Hof versteckt. Keiner soll von seiner Wasserscheue erfahren. Aufgrund von unglücklichen Umständen, muss sich Jupp als Frau verkleiden und gibt sich fortan als seine eigene verschollene Schwester Judith aus. Das Chaos beginnt.

3

Der Dorfpolizist Bernd Becker hat ein Auge auf Judith geworfen und stellt ihr ständig nach. Damit nicht genug. Das Kreuzfahrtschiff sinkt. Glücklicherweise überleben alle Passagiere, lediglich Jupp Speckmann gilt als vermisst.

4

Es beginnt ein amüsantes Verwechslungsspiel, bei dem Jupp keinen Fettnapf ausläst und sich mehr und mehr in sein eigenes Lügenwerk verstrickt.

6

Die Spieler: Marcel Lackmann, Dirk Bröer, Torsten Tobeck, Jana True, Änne Soller, Susanne Asendorf, Marion Hoffmann

Die Helfer: Torsten Bomhoff, Enno Siebs (Bühnenbau, Claudia Schwaberg (Maske), Sabine Schröder (Souffleuse), Silke Meyer und Dörte Soller unterstützen das Team.

Fundsachen

Folgende Gegenstände wurden bei einer der letzten Veranstaltungen gefunden oder vergessen:

(derzeit keine)

Kontaktiere bei Bedarf bitte Claudia per E-Mail.

Kulturplattform Martfeld

Wer liest denn da?
Wenn es Herbst wird in Martfeld, dann kommt auch jedes Jahr wieder die Frage: „Wann sind denn die Literaturtage dieses Jahr?“. Seit sechs Jahren ist dieses kleine und sehr feine kulturelle Highlight im November eine feste Einrichtung für Martfeld und ‚Drum‘rum‘.  Aber wie geht das eigentlich, Literaturtage?

Literaturtage 2016 0

2010 wurde auf Anregung von Irene Bösche gemeinsam mit Sylvia Giese vorlesefreudige Menschen gesucht. Und damit wurden die ersten „Martfelder Literaturtage“ ins Leben gerufen. Von Beginn an waren die Literaturtage so angelegt, dass die Einzelveranstaltungen ohne ein gemeinsames, zusammenfassendes Thema bleiben. Auch, dass die Vorleseorte von den Lesenden selber gewählt werden, war von Anfang an klar. Ebenso dass die Literaturtage vor der arbeitsreichen Weihnachtszeit, aber in der dunklen Herbstzeit sattfinden sollten. Dann, wenn es gemütlich ist, zusammen zu sitzen und sich etwas vorlesen zu lassen.  Vom 5. bis 7. November 2010 fanden die „1. Martfelder Literaturtage“ statt. Träger dieser Veranstaltung ist die Martfelder Kulturplattform. Mit der unter anderem bewiesen ist, das Martfeld ein ganz besonderes kulturelles Pflaster ist, mit einem eigens für die kulturellen Belange des Ortes zuständigen Zusammenschluss  aus interessierten Künstlern und Kulturschaffenden, die ein jährliches festes Budget für kulturelle Veranstaltungen verwalten.

2016 ist die kulturelle Arbeit der Literaturtage durch den KuK honoriert worden. Der Verein ehrt jedes Jahr eine Person - oder wie dieses Mal - eine Institution, die sich um das kulturelle Leben der Samtgemeinde verdient macht. Eine schöne Anerkennung für die „Martfelder Literaturtage“!

Wer macht denn eigentlich die Literaturtage?
In diesem Jahr wird es das siebte Mal Literaturtage in Martfeld geben. Seit 2011 haben Algeth Ernestine Weerts und Sylvia Giese gemeinsam die Organisation übernommen; vor drei Jahren ist Axel Hillmann als dritter im Bunde dazu gekommen.

„Nach den Literaturtagen ist vor den Literaturtagen“. Das bedeutet, dass es jedes Jahr zeitnah nach den Literaturtagen ein Nachtreffen aller Beteiligten gibt. Dabei wird noch einmal resümiert, wie die einzelnen Veranstaltungen gelaufen sind, wie viele Menschen zugehört haben dabei. Über die Atmosphäre der einzelnen Vorlesetermine wird berichtet und  auch wie und was die Presse berichtet hat. Gemeinsam wird überlegt, ob wir etwas ändern sollten oder wollen und der Termin für das kommende Leseereignis wird datiert. Die weitere Organisation besteht darin, die einzelnen Lesetermine zu koordinieren, kleine Texte anzufordern zu den Themen, die gelesen werde. Diese sind einmal für die Presseinformationen und für den Werbeflyer der Literaturtage, für den sie möglichst kurz und informativ gesetzt werden.  Etwa drei Wochen vor Beginn startet die öffentliche Werbung der Literaturtage.

Das Wichtigste sind die, die lesen
Die wichtigsten Akteure der Literaturtage sind die Menschen, die vorlesen. Und natürlich das Publikum, das lauscht. Vorlesen ist wie eine Sucht! Es macht große Freude, Texte auszusuchen und dann anderen Menschen vorzulesen. In allen Jahrhunderten - ohne Fernseher, Mobiltelefone etc. -, als noch längst nicht alle Menschen lesen konnten, war Vorlesen ein wichtiges Kommunikationsmittel. Heute können wir es uns leisten, die Schönheit der Texte und die Besonderheit der Inhalte zum reinen Vergnügen werden zu lassen. Die Gruppe derer, die vorlesen hat wohl einige Stammvorleser und -leserinnen, aber in jedem Jahr kommen neue Interessierte dazu und andere bleiben nicht dabei.
Einige Lesevergnügen allerdings haben sich seit 2010 etabliert. Das ist traditionell der Sonntagnachmittag mit plattdeutschen lustigen und nachdenklichen Geschichten und mit Kaffee, und Kuchen von Richard Klausen. Oder das von Irena Hilbig  organisierte Literatursofa am Freitagabend, bei dem Jeder und Jede kommen kann zum Hören und zum Lesen.

Und wie weiter?
Nein, wirklich geändert hat sich seit 2010 nicht viel. Was vielleicht ein bisschen fehlt, sind die ‚jungen Wilden‘, die Experimentierfreudigen.  Vorlesen kann mehr sein, als mit einem Buch auf den Schoß dem geneigten Publikum schöne Texte zu Gehör zu bringen. Die Kinderveranstaltungen sind weggeblieben, weil die Kinder weggeblieben sind. Es gab und gibt inzwischen szenische Lesungen, eigene Texte  wurden und werden gelesen. Manchmal gibt es Wein oder sogar besondere kleine Speisen für die Zuhörenden. Immer noch werden für die Leseabende Wohnstuben und Kaminzimmer geöffnet. Immer noch gibt es überraschende Veranstaltungen.  Und immer ist es einfach schön, die „Martfelder Literaturtage“ zu haben.

7. Martfelder Literaturtage vom 4. bis 6. November 2016
Organistation: Sylvia Giese (stephan.sylvia.giese@web.de); Algeth E. Weerts (w2e-rts@gmx.de)

Viele weitere Termine hier!

Sommernachtslesung in Martfeld

Wer kennt sie nicht, die Martfelder Literaturtage? Einen schönen kuscheligen Abend oder Nachmittag in einer Stube sitzen und sich vorlesen lassen. Aber ein lauschiger Sommerabend, wenn die Grillen nebenan zirpen und die Rosen duften und der Jelängerjelieber seinen nächtlichen betörenden Duft ausströmt…. Das wär doch auch mal Besonderes!

Weiterlesen: Sommernachtslesung in Martfeld

Zingaros & Skupa

Pressemitteilung der Kulturplattform Martfeld vom 3.06.2016 - Von Joachim Rosche

Do 30.06.2016 Kastanie 20:00 Uhr, ZINGAROS (ARG) & SKUPA (Doppelkonzert)

Welcome back los Argentinos …. wer erinnert sich nicht an das glutäugige Gipsy Feuerwerk vom Juni 2015 das auch unsere rumänischen Gäste begeisterte. Sie spielen zum Tanz auf und da wird es leicht soziokulturelle Brücken zu bauen. Die faszinierende Fusion aus eher derb-lustiger Zigeuner- und der bittersüßen argentinischen Tango-Musik wirkt einzigartig. Zingaros Genre wird charakterisiert durch Enthusiasmus und Euphorie, Melancholie und Sehnsucht. Dazu kommt das virtuose Zusammenspiel der Drei, das wie aus einem Guss wirkt und für eine lyrische Tiefe sorgt, der man stundenlang lauschen könnte.

http://www.zingaros.com.ar/

SKUPA (Artverwandt und doch anders)

Musiker mit der Idee, ihre gemeinsame Zuneigung zur Balkan – und Gypsy-Musik auf besondere Weise zu interpretieren und zu präsentieren: Melodien und Stücke aus dem osteuropäischen Raum, stilorientiert, jedoch kompositorisch frei verändert durch andere Einflüsse aus Jazz, orientalischer Musik, Flamenco und Improvisationen. Die in dieser Musik so charakteristische übersprudelnde Energie aus schwungvollen und lebendigen, rhythmischen Melodien variiert mit getragenen und seelenvollen Passagen, Tanzbares wechselt sich ab mit feinen Arrangements von hoher Musikalität. ‘Skupa’ kommt aus der kroatischen Sprache und bedeutet: ‘Zusammen’.

http://skupa.jimdo.com/die-band/

VV 15€, AK 18€

„Leidenschaft, gepaart mit hoher Sensibilität und professioneller Musikalität beweisen die drei glutäugigen Herren: Alejandro Montero (Gitarre, Balalaika, Bouzouki, Geige, Tambura, Saz und Mandoline), Musikprofessor David Macchione (Violine) und Alexander Garate (Akkordeon). Schon die Auftaktakkorde – eine Melange aus sehnsuchtsvoll-schmelzenden Tango-Rhythmen und leidenschaftlichen Gipsy-Klängen – lösen johlenden Beifall aus. Die Begeisterung der Zuhörer hält sich bis zum Ende, bei den instrumentalen Stücken und bei denen mit Gesang auf Romani und Russisch – und auch bei den Einlagen der Gastgeigerin Birgit Hoffmann (….SKUPA …. aus Bremen.“ Syker Kurier vom 18.07.15

Ticket Vorbestellungen:

KASTANIE..Tel 04255 1594, info@diekastanie.de und

kulturplattform@web.de

Anneliese Schlake

Anneliese Schlake: Urgestein des HVV

Anneliese Schlake engagierte sich seit 1995 als zweite Vorsitzende im HVV Jetzt gab sie ihr Amt ab.
Anneliese Schlake gilt als Urgestein des HVV. Früh genug vor der Jahreshaupt- versammlung erklärte sie ihren Rücktritt als zweite Vorsitzende. Ihr Wunsch war es, Platz für einen Generationswechsel zu machen. Was sich mit der Nachfolgerin Marion Hoffmann auch realisierte. Anneliese Schlake hatte seit 1995 die Aufgaben als zweite Vorsitzende wahrgenommen, zuerst neben Hans Meyer, dann neben Wilfried Nordbruch und seit zwölf Jahren neben Anton Bartling. In seiner Laudatio ging Anton Bartling auf die Verdienste von Anneliese Schlake ein. Du hast über die vielen Jahre für Kontinuität gesorgt. Du kennst den HVV in- und auswendig und hast immer aufs Team gesetzt, Probleme offen angesprochen und durch deine Kenntnisse über Vereinsstrukturen - du bist ja nicht nur bei uns aktiv (DRK) - und mit viel Gespür das Vereinsleben und die Linie unserer Tätigkeit aktiv beeinflusst. Du lässt dich begeistern und begeisterst andere. Durch dein großes ehrenamtliches Engagement bist du Vorbild im Vorstand, bei den Mitgliedern und natürlich auch in der Außenwirkung."

Zur Freude der anwesenden Mitglieder wird Anneliese Schlake weiterhin im Vorstand arbeiten. Sie wurde einstimmig als Vorsitzende des Archiv- und Geschichtsausschuss wiedergewählt. Mit dieser Aufgabe begann 1989 drei Jahre nach Gründung des Vereins ihre Karriere im HVV. Als Dank gab es als erste Rate eines Abschiedsgeschenkes einen Blumenstrauß und zwar von ganzem Herzen", wie Bartling es ausdrückte.

Mühle - Hof - Kirche

Autor: Wilfried Nordbruch

hofmuehle

Seit vielen Jahren beteiligt sich der HVV am "Deutschen Mühlentag", der bundesweit immer am 2. Pfingsttag stattfindet. Der HVV öffnet die Mühle und bietet sachkundige Führungen an. Mittags gibt es einen kleinen Imbiss und nachmittags selbstgebackenen Kuchen und Torten. Im Erdgeschoss, in den oberen Etagen und draußen, rings um die Mühle herum, bietet sich ein buntes Bild mit Kunsthandwerk, vom Imker am Ort selbst erzeugten Honig, Brot vom "Hollener Steinofen Bäcker", hübsche Blumengebinde, einen Pflanzenflohmarkt und vieles mehr.
Auf dem nahe gelegenen Bio-Hof von Rennig Söffker, "Rennigs Hoff", direkt neben der Kirche, gibt es leckere Spargelsuppe, Steaks und Würste vom Rost mit Bratkartoffeln und kühle Getränke. Der Hofladen ist geöffnet und man kann selbst gezogenes, biologisch erzeugtes, Gemüse, Spargel und Erdbeeren kaufen. Wein, Schinken und Eis ergänzen das Angebot. Auf einem Nebenplatz gibt es ein Klettergerüst für Kinder und in bestimmten Abständen zeigt Puppenschwester Barbara ihre kleinen Stücke auf der Puppenbühne. Der Bauer selbst bietet Fahrten mit dem Auto zu seinen Feldern an, bei denen er seinen Gästen seine Anbaumethode erklärt.

p1060874 9 vor der mhle 2009
Über den Meyerkamp hinter der Mühle führt ein Fußweg, vorbei an einem Garten zu "Rennigs Hoff" und zur Kirche. Auch dieser Garten war früher in die Veranstaltung eingebunden, macht zurzeit aber eine Pause. In dieser Kirche findet um 16.00 Uhr ein etwa einstündiges gesangliches Konzert des Projektchores statt, der aus etwa 20 bis 30 Sängerinnen und Sängern verschiedener Altersgruppen besteht. Daher jetzt der Veranstaltungsname: "Mühle - Hof - Kirche".

projektchor 2009 1
blick in die kirche 2009
Am Abend verlagert sich das Geschehen für diejenigen, die noch ein wenig zusammen sein möchten, mehr zur Stührmühle am Ortsausgang Richtung Bruchhausen-Vilsen. Dort entwickelt sich meist eine fröhliche Runde bei Wein und Musik und nicht selten tritt dort auch die Sambagruppe "Ovos di Campo" auf.

an der stuehrmuehle 2008 3
an der stuehrmuehle 2008 2
Eine weitere Windmühle, die vollkommen neu renovierte "Feldmühle" von Margret Meyer am Mühlenweg 1 am Ortsausgang Richtung Verden, ist ebenfalls den ganzen Tag über geöffnet und kann besichtigt werden. Auch dort werden Speisen und Getränke angeboten.

Daneben gibt es in Martfeld dann noch das Puppenmuseum, welches an diesem Tag ebenfalls geöffnet ist und auch der Hofladen von Hennig Holste zieht zahlreiche Besucher an. Auch dort gibt es ein vielfältiges Angebot von Wurst, Suppe, Fisch, selbstgebackenen Kuchen und wohlschmeckende Torten. Die Erzeugnisse des Hofes können in dem sehr schön hergerichteten Hofladen natürlich ebenfalls erworben werden.

p1060866 6
auf dem hof 2008 5 

Ausstellung Mensch und Pferd

Unter dem Titel "Mensch und Pferd auf dem Lande in historischen Fotos von 1900 bis 1970“ war vom 1. bis zum 16. Mai eine Fotoausstellung in der Fehsenfeldschen Mühle in Martfeld zu sehen. Gezeigt wurde insbesondere der Einsatz der Pferde in der Landwirtschaft und dem Transportgewerbe. Siehe auch hier.

IMG 2499

IMG 2495

IMG 2498

 

 

Chroniken

"Vergangenheit und Gegenwart"
Die Schriftenreihe des Heimat- und Verschönerungsvereins Martfeld

Seit dem Jahr 1979 hat der Heimat- und Verschönerungsverein Martfeld (HVV) bisher 7 Bände seiner Schriftenreihe "Vergangenheit und Gegenwart" herausgegeben.

Martfelder Schriften

Nachdem der 1. Band schon nach kurzer Zeit vergriffen und neu aufgelegt wurde, hat der HVV jetzt eine Neuauflage des 4. Bandes dieser Schriftenreihe veranlasst. Auf insgesamt 118 Seiten wird in diesem Band als Schwerpunktthema neben einer kurzen Chronik der ehemaligen Schule in Hustedt, einer Schilderung der kirchlichen Verhältnisse in Martfeld während der "Franzosenzeit" um 1810 und einigen weiteren Artikeln, die Flüchtlingsproblematik nach dem Zweiten Weltkrieg beschrieben.

Zeitzeugen berichten über Flucht und Vertreibung und die oftmals schwierige Integration dieser Flüchtlinge bzw. Vertriebenen ins Martfelder Dorfleben. So schreibt eine Teilnehmerin eines großen Flüchtlingstrecks mit insgesamt 58 Ackerwagen und 120 Pferden (Frieda Stege, geb. Pekrul) über den etwa 900 km langen Weg von Westpreußen bis in unsere hiesige Gegend, der in 50 Tagen zurückgelegt wurde.
In einem anderen Artikel hat eine Enkelin (Birgit Hübner) aufgeschrieben, was ihr ihre beiden Großmütter (Martha Hübner und Helene Mühlan) über deren Vertreibung und Flucht aus Schlesien und den anschließenden Neubeginn in Martfeld erzählt haben. Die Kinder derselben Frauen (Arthur und Marianne Hübner, geb. Mühlan) berichten davon, wie sie mit ihren damals 79 und 87 Jahre alten Müttern im Jahr 1992 an deren alten Wohnorte im heutigen Polen zurückgekehrt sind und was sie auf dieser Reise erlebt haben. Mit "Oma Lenchens" Worten: "… nu wor ich daheme – ich bin ganz durcheinander …", schließt einer dieser Berichte.
An anderer Stelle erzählt der damalige Bürgermeister der Gemeinde Kleinenborstel, die damals noch selbstständig war (Wilhelm Meyer), von den Sorgen und Nöten der Flüchtlinge und Vertriebenen in den Jahren 1946 bis 1950. Er berichtet davon, wie schwierig es manchmal war, diese in seiner Gemeinde unterzubringen, aber er schreibt auch von positiven Erlebnissen. Nachdem er bei seiner Tätigkeit bei der Einweisung der Flüchtlingsfamilien auf viel Ablehnung gestoßen war, empfing ihn eine Bauersfrau mit den Worten: "Na Wilhelm, wull du us‚n Köppel Kinner bringen?" und zu der jungen Flüchtlingsfrau mit drei Kindern, deren Mann noch in Kriegsgefangenschaft war, sagte sie: "Dann kommt man rein, es wird schon gehen."

Ein weiterer, später als Inhaber eines Schreibwarenladens in Martfeld sehr bekannter Mann (Rudolf Hankel), hat seinen Bericht mit: "Von Sachsen nach Niedersachsen" überschrieben. In diesem erzählt er von seinem abwechslungsreichen Leben als Marinesoldat auf einem Minensuchboot, als Infanterist im Raum Cuxhaven und noch während des Krieges als Erntehelfer in der Nähe von Stade, dies als englischer Kriegsgefangener. Als er dort im Dienste der Engländer Kraftfahrer werden sollte, "machten wir uns ohne große Abmeldung zu Fuß auf den Weg in Richtung Martfeld" schreibt er. Nach Kriegsende wurde er dann von der englischen Besatzungsmacht zum Kohleabbau nach Recklinghausen geschickt. Nach nur einer Schicht "türmte" er jedoch auch dort. Es ging wieder Richtung Martfeld. Weil man ihn wegen seiner Flucht aus dem Kohlenpott suchte, kehrte er dann vorübergehend in seine alte Heimat bei Halle zurück. Später dann wieder nach Martfeld und nochmalige Rückkehr in die alte Heimat. Diesmal mit dem Fahrrad und nur um einen Anzug abzuholen, den ihn seine Mutter genäht hatte. Es ging munter weiter: Heirat und Kind in Martfeld, Arbeit in einem Bremer Kaufhaus, selbstständiger Ladenbesitzer, dann Angestellter im Großhandel, Sänger und Theaterspieler im "MGV Germania Martfeld" langjähriger Kassenführer des HVV und in einigen Teilen am Entstehen dieser und weiterer Martfeld-Schriften beteiligt.

Die Neuauflage dieses Bandes kann ab sofort bei den Martfelder Banken, bei der Sternapotheke und bei "Lotto Toto von Hollen" zum Preis von 10,- € erworben werden. Unter den Telefonnummern 397 (Anton Bartling) und 204 (Wilfried Nordbruch) sowie 458 (Anneliese Schlake) werden Bestellungen entgegengenommen. Selbstverständlich können bei den genannten Orten und den Telefonnummern auch die anderen 6 Bände gekauft bzw. bestellt werden.

5

Band 1 (erschienen 1979, 82 Seiten; 7,50 €)
Hof in Martfeld mit Kapelle und Zubehör (erste Erwähnung des Ortes "Merdvelle" in einer päpstlichen Urkunde von 1179).
Dorfschaft Martfeld gegen Dorfschaft Schwarme (ein jahrhunderter lange Streit um Nutzungsrechte in der Heide zwischen Martfeld und Schwarme).
Martfeld - La Bazoge, eine deutsch-französische Partnerschaft.
Der Mühlenkrieg in Martfeld (vor gut 100 Jahren gab es in Martfeld 3 Windmühlen und eine große Dampfmühle)
Augenzeugenberichte, über das Kriegsende in Martfeld, den Einmarsch der Engländer und das große Hochwasser von 1946.

6Band 2 (erschienen 1983, 149 Seiten; 7,50 €)
Die Loge vor der Landwehr (ein Beitrag zur Siedlungsgeschichte des alten Amtes Hoya)
Kirchenvisitationen (aus der Martfelder Kirchengeschichte zwischen 1654 und 1810).
Der große Brand 1881 (am 15. April 1881 standen innerhalb von 15 Minuten mehr als 60 Häuser in Brand).
Weitere Berichte wie: Martfeld im ersten Weltkrieg, Der Fall Schmidt-Simula, Döntjes und Vertellers.

 

7Band 3 (erschienen 1989, 444 Seiten: 15,00 €)
Es handelt sich bei diesem "Heft" eigentlich um ein Buch mit 444 Seiten, jedoch mit weichem Einband. Es ist eine Chronik der alten Martfelder Hausstellen, welche 1753 bestanden. In diesem Jahr wurde die Feuerversicherung eingeführt, und daraus ergab sich die Notwendigkeit, Hausnummern zu vergeben.

Teil I: Die Hausnummern von 1753 / Die Geschichte des Ortsbildes im Überblick: Meier, Kötner, Brinksitzer / Die Höfeklassen, Wirtschaftsverhältnisse
Teil II: Beschreibung der einzelnen Hausstellen.
Teil II: Übersichten und Tabellen

m1Band 4 (erschienen 1992, 117 Seiten; 10,00 €)
Dieses Heft gibt es auch in französischer Sprache.
Große Teile diese Band berichten über die Flüchtlingsproblematik nach dem 2. Weltkrieg. Augenzeugen berichten u.a. über Nachkriegszeit, Flucht, Vertreibung und Neubeginn:
Von Sachsen nach Niedersachsen / Wiedersehen in Loge / Im Treck von Westpreußen bis Martfeld
Erinnerungen an die Sorgen und Nöte der Flüchtlinge und Vertriebenen in den Jahren 1946-1950 (Bericht des damaligen Bürgermeisters von Kleinenborstel).
Eine Reise in die Vergangenheit (zwei alte Damen von 79 und 87 Jahren besuchen mit ihren Kindern ihre alte Heimat in Schlesien).
Rudolf Bode, eine Würdigung zu dessem Tode am 24.11.198.
Kurze Chronik der Schule Hustedt / Von den Anfängen des Martfelder Vereinswesens "Pastor Heise beschreibt die kirchlichen Verhältnisse" (1810 - Franzosenzeit)

m2

Band 5 (erschienen 1997, 483 Seiten; 25,00 €)
Chronik der ehemaligen Gemeinde Kleinenborstel
Hier handelt es sich um ein fest gebundenes Buch mit 483 Seiten.
Teil I: Ein Gang durch die Geschichte, die Wohnplätze, die Schule, Forst Hoyaer Weide, Gemeinschaften und Vereine
Teil II: Dokumente.
Teil III: Persönliches und Anekdoten.
Teil IV: Namen-Zahlen-Quellen, Politische Zugehörigkeit, Bauermeister, Vorsteher, Bürgermeister seit 1826, Die Hoyaer Herrschaft Leute 1530, Feuerversicherung 1753, Betriebsgrößen 1929 und Währungsreform 1948.

m3

Band Nr. 6 (erschienen 2005, 456 Seiten; 25,00 €)
Chronik der ehemaligen Gemeinde Hustedt.
Auch hier handelt es sich um ein Buch mit festem Einband.

Teil I:  Ein Gang durch die Geschichte, Teilungen und Flurbereinigung, die Schule, Gemeinschaften und Vereine, Der erste Weltkrieg, die Zeit nach 1918, Nationalsozialismus, Nachkriegszeit und Flüchtlingsschicksale.
Teil II: Dokumente.
Teil III: Hustedter Geschichten.
Teil IV: Namen-Zahlen-Quellen.

 

m4

Band 7 (erschienen 2015, 308 Seiten; 25,00 €)
Eine Chronik der ehemaligen Gemeinden Loge und Tuschendorf.
Auch hier handelt es sich um ein Buch mit festem Einband.

Teil I: Ein Gang durch die Geschichte / Beschreibung der Hofstellen in Loge / Beschreibung der Hofstellen in Tuschendorf / Gewerbe / Der Schützenverein
Der Erste Weltkrieg / Zwischen den zwei Weltkriegen / Der zweite Weltkrieg / Nachkriegsschicksale
Vor zwei Generationen: Dorfidylle / Gegenwartskunst
Teil II: Dokumente
Teil III: Namen, Zahlen, Quellen: Bauermeister und Ortsvorsteher in Loge / Bauermeister und Ortsvorsteher in Tuschendorf / Viehzählung 1892 in Tuschendorf / Bevölkerungszunahme durch den 2. Weltkrieg /Quellenkunde / Bildnachweis / Personenverzeichnis der Hofstellen

Alle 7 bisher erschienenen Schriften können im Paket zum Pauschalpreis von 90,00 € erworben werden und  sind zu beziehen bei:

  •     Der Kreissparkasse in Martfeld

  •     Der Volksbank in Martfeld

  •     Der Sternapotheke in Martfeld

  •     Lotto und Toto von Hollen in Martfeld

  •     Anneliese Schlake

Anschrift:
Anneliese Schlake
Wiesengrund 25
27327 Martfeld
Telefon: 04255-458

E-Mail: schlakemartfeld[at]aol.com    
Bitte "[at]" durch "@" ersetzen!

 

Vereinsgründung

Gründung des Heimat- und Verschönerungsverein Martfeld
Autor: Wilfried Nordbruch

Der Heimat- und Verschönerungsverein Martfeld e. V wurde 1976 gegründet. Die Gründung erfolgte damals im Zusammenhang mit der Verwaltungs- und Gebietsreform, die kurz zuvor erfolgt war. Die ehemals selbständigen Gemeinden Kleinenborstel und Hustedt wurden der Gemeinde Martfeld zugeordnet und die Gemeinde Martfeld ihrerseits wurde Mitglied der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. Die Verwaltung erfolgt seither aus dem Rathaus in Bruchhausen-Vilsen. Wenn damals also eine gewisse Skepsis gegenüber den neuen Strukturen und dem damit verbundenen Verlust an Zuständigkeiten (z.B. für Schulen und Feuerwehr) zu den Beweggründen gehörten, die zur Gründung unseres Vereins führten, so stehen heute die satzungsgemäßen Bestimmungen unseres Vereins im Vordergrund unserer Bemühungen:

  •     Pflege des Heimatgedankens und der Heimatgeschichte

  •     Pflege der plattdeutschen Sprache

  •     Erhaltung und Pflege von besonderen Bauten und der Landschaft

  •     Veschönerung des Ortsbildes der Gemeinde Martfeld

  •     Pflege der Dorfgemeinschaft

Besonders stolz sind wir darauf, dass wir maßgeblich dazu beigetragen haben, dass Martfeld 1999 den Kreiswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft" gewinnen konnte. Dieser schöne Erfolg wurde uns 2011 nochmals durch einen hervorragenden 3. Platz bestätigt.

Neben diesen traditionellen Aufgaben eines Heimatvereins führen wir aber auch absolut moderne und zeitgemäße Aktionen durch. So gibt es einen "Kinder- und Jugendausschuss" und einen "Ausschuss für Gesundheit". (Siehe hierzu die Links am linken Rand).

Am 1. Mai organisieren wir seit Jahren einen sogenannten "Mühlenlauf" an dem sich auch Skater beteiligen. Die Dorfgemeinschaft pflegen wir u.a. dadurch, dass wir jährlich zwei Fahrradtouren für jedermann mit anschließendem Grillen in der Mühle durchführen.

Unser "Vereinslokal" ist die "Fehsenfeldsche Mühle" mitten im Dorf. Zur Zeit umfasst unser Verein etwa 250 Mitglieder. Damit sind wir nach dem Sportverein der größte Verein in Martfeld und wir gehören auch zu den größten Heimatvereinen im Landkreis Diepholz. Aber wir brauchen auch Dich:

Komm mach mit!

Gründungsurkunden:

einladung
anwesenheitsliste
protokoll1
protokoll2

satzung