Jahreshauptversammlung 2016

Marion Hoffmann folgt Anneliese Schlake als 2. Vorsitzende

Der Heimat- und Verschönerungsverein Martfeld blickte im Jubiläumsjahr auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück. Vier nahezu ausverkaufte Vorstellungen  der Plattdeutschen Theatergruppe, Mühlenlauf mit einem Rekord von 167 Teilnehmern, ein gutbesuchter Deutscher Mühlentag am Pfingstmontag, eine imposante Fotoausstellung zur Sakralen Kunst und Weserrenaissance am Tag des Denkmals im September und die Herausgabe der siebten Chronik zu den früher selbstständigen Gemeinden Loge und Tuschendorf kurz vor Weihnachten waren die Highlights, die von den jeweiligen Ausschussvorsitzenden vorgetragen wurden. Dazu kommen noch 7 standesamtliche Trauungen in der Mühle und 150 Spaßtrauungen auf dem Brokser Heiratsmarkt, ebenso Aktionen im Kinder- und Jugendbereich.  Mit mehreren Konzerten, dem traditionellen Jahrmarkt  und den Martfelder Literaturtagen vervollständigte die Kulturplattform das Jahresprogramm. Mit viel Applaus bedachten die anwesenden Mitglieder und Gäste die Arbeit des Vereins, der sich rege auf vielen Feldern des gesellschaftlichen Lebens bewegt und engagiert. Für das Jahr 2016 sind die Weichen für das Programm längst gestellt, wie die laufende Theatersaison und der Beginn der Konzertreihe zeigen. Der wiedergewählte Vorsitzende  Anton Bartling sparte in seinem Beitrag dann auch nicht mit Dank an seine Vorstandskolleginnen und –kollegen, die Mitglieder und für die Unterstützung durch Gemeinderat, Verwaltung, Landschaftsverband Weser-Hunte e.V. und viele Spender.
Gewählt wurde als zweite Vorsitzende Marion Hoffmann, sie wird zukünftig auch zweite Schriftführerin sein. Sie löst Anneliese Schlake ab (siehe Extraartikel), die jedoch als Chefin des Archiv- und Geschichtsausschusses weiterhin im Vorstand vertreten sein wird. Für den Veranstaltungsausschuss wird Anja Hustedt in den Vorstand rücken. Claudia Castens (Kinder- und Jugendausschuss) wurde wiedergewählt.
In Zusammenhang mit einer der Leitlinien des HVV „Watt geiht, datt geiht“ wies Bartling auf den schmalen Grat zwischen den gesteigerten Anforderungen an eine kompetente ehrenamtliche Arbeit und den vorhandenen Ressourcen hin. „Wir müssen mit hoher Achtsamkeit an den vielen Herausforderungen dranbleiben, die wir seit unserer Gründung vor 40 Jahren in unserer Satzung festgelegt haben. Im Kern geht es darum, die Gemeinde als Lebensraum schätzen und schützen zu lernen. Wenn jeder von euch zwei Stunden in den HVV investiert, verspreche ich euch, dass zumindest das „schlechte Gewissen“ beruhigt ist, ganz zu schweigen von einem sinnbringenden Kontakt zu euren Mitbürgerinnen und Mitbürgern!“

Die anwesende Bürgermeisterin Marlies Plate bedankte sich beim HVV für seinen Beitrag am dörflichen Zusammenleben, insbesondere zeigte sie sich beeindruckt von der großen Anzahl von Chroniken, die sehr umfassend das frühere Leben mit einem Bezug zur Gegenwart darstellen. „Welche große Stadt schafft das schon, ganz zu schweigen von vergleichbaren Dörfern!“ Für das Jubiläumsjahr wünschte sie alles Gute.

Nach der offiziellen Jahreshauptversammlung hielt HVV-Mitglied Heinz-Dieter Freese einen spannenden Vortrag zum Thema „Luftbildarchäologie an Weser, Aller und Leine“. Er erklärte, wie aus der Luft ehemalige Siedlungen, Gräber und Verteidigungsanlagen durch Verfärbungen im Getreide entdeckt werden können. Highlight war die Vorstellung seines neuesten Fundes aus der Brandheide bei Martfeld.  Es handelt sich dabei um ein Langhaus aus der Zeit um Christi Geburt mit einer geschätzten Länge von 40 Metern. Das Dach ruhte auf zwei Pfostenreihen in sieben Meter Breite. Die einzelnen Pfosten sah man im Juli mit bloßem Auge im Getreidefeld (Foto anbei), der zeitliche Ansatz resultiert aus Scherbenfunden an der Ackeroberfläche.

Martfeld D

Anneliese Schlake gilt als Urgestein des HVV. Früh genug vor der Jahreshauptversammlung erklärte sie ihren Rücktritt als zweite Vorsitzende. Ihr Wunsch war es, Platz für einen „Generationenwechsel zu machen.  Was sich mit der Nachfolgerin Marion Hoffmann auch realisierte. Sie hatte seit 1995 die Aufgaben als zweite Vorsitzende wahrgenommen, zuerst neben Hans Meyer, dann neben Wilfried Nordbruch und seit 12 Jahre neben Anton Bartling. In seiner Laudation ging Anton Bartling auf die Verdienste von Anneliese Schlake ein. „Du hast über die vielen Jahre für Kontinuität gesorgt. Du kennst den HVV in- und auswendig und hast immer auf Team gesetzt,  Probleme offen angesprochen und durch deine Kenntnisse über Vereinsstrukturen- du bist ja nicht nur bei uns aktiv (DRK)- und mit viel Gespür das Vereinsleben und die Linie unserer Tätigkeit aktiv beeinflusst. Du lässt dich begeistern und begeisterst andere. Durch dein großes ehrenamtliches Engagement bist du Vorbild im Vorstand, bei den Mitgliedern und natürlich auch in der Außenwirkung.“ Zur Freude der anwesenden Mitglieder wird Anneliese Schlake weiterhin im Vorstand arbeiten. Sie wurde einstimmig als Vorsitzende des Archiv- und Geschichtsausschuss wiedergewählt. Mit dieser Aufgabe begann 1989 drei Jahre nach Gründung des Vereins ihre Karriere im HVV. Als Dank gab es „als erste Rate eines Abschiedsgeschenkes einen Blumenstrauß und zwar von ganzem Herzen“, wie Bartling es ausdrückte.

HVV JHV 2016

Einladung JHV HVV 2016