Fertig!

 

Am 18.05.2018 verlief der Start des Motors absolut problemlos. Der alte Deutz lief ruhig und gleichmäßig vor sich hin, allerdings mit recht hoher Drehzahl. Die Temperatur des Kühlwassers stieg und auch das Abgasrohr am Motor wurde zunehmend heißer: nach 25 Minuten war der kleine Raum, in dem der Motor steht, blau von Qualm. Alte Ölreste, die sich auf dem Abgasrohr befanden, wurden heiß und nebelten den Raum ein. Der Motor lief weiter und langsam lichtete der Nebel, da die vorhandenen Ölreste allmählich verdampften.

Während man draußen den Erfolg mit einem kühlen Bier begoss, erschien ein Nachbar und meinte „Dieses Geräusch habe ich zuletzt vor 50, 60 Jahren gehört!“. Er meinte damit das Geräusch, das vom Abgasrohr des Motors kommt und weiträumig zu hören ist. Das werden die Nachbarn hoffentlich noch öfters zu hören bekommen.

Motor und Kühlwasser waren nun sehr heiß und der Motor wurde nach 45 Minuten abgestellt: keine Probleme. Fertig!

Problem nach 10 Minuten

Nachdem die Zündspule durch eine andere, weniger stromziehende ersetzt wurde, waren die Startversuche sehr erfolgreich. Der Motor lief problemlos zehn Minuten und sollte abgestellt werden, um die Wasserkühlung des Motors anzustellen. Die Masse des Schwungrads sorgte dafür, dass das Schwungrad noch einige Umdrehungen und der Kolben noch einige Hübe machte. Das führte dazu, dass im Zylinder noch einmal Druck aufgebaut wurde und die Schwungscheibe kurzfristig rückwärts lief. Die Mechanik zwischen Zündkopf und Schnappmagnetzünder ist aber nicht für diese Drehrichtung ausgelegt und wurde dadurch beschädigt. Da dieses Problem jedoch immer wieder auftreten kann, muss die Mechanik zwischen Zündkopf und Schnappmagnetzünder kurzfristig geändert werden.

 Problem Zuendung 1

Normalerweise bewegt sich die Platte A von links nach rechts.Dadurch bewegt sich Platte B ebenfalls nach rechts und der Schnappmagnetzünder wird gespannt. Die Platte A taucht nun nach unten ab und Platte B wird über die Feder wieder nach links bewegt.

 Problem Zuendung 2

Läuft der Motor jedoch rückwärts, bewegt sich A aufwärts auf B zu. B kann sich aber nicht nach links bewegen, da das linke Ende der Stange am Zündkopf D sitzt. Das führte dazu, dass sowohl die Platte A als auch die Gewindestange C verbogen wurden. Glüclkicherweise hat der Schnappmagnetzünder keinen Schaden genommen.

Läuft besser!

Der Motor läuft schon besser, die Fehlzündungen sind aber immer noch da!

Läuft noch nicht ganz wie gewünscht!

Die Ursache für die Fehlzündungen scheint gefunden zu sein (hoffentlich!): die Rückstellfedern am Schnappmagnetzünder waren nicht kräftig genug.  Allerdings geht der Motor nach einigen Minuten wieder aus. Vermutlich aufgrund einer Überhitzung der Zündspule. Die Benzinzufuhr sieht ok aus.

Läuft!

Die ersten erfolgreichen Startversuche! Allerdings noch mit reichlich Fehlzündungen.

Instandsetzung des Motors in der Fehsenfeldschen Mühle

Am Freitag, den 17.6.2016, traf sich eine kleine Gruppe Interessierter in der Fehsenfeldschen Mühle, um die Restauration des Diesel-Motors in die Wege zu leiten. Der Deutz-Motor ist schon seit vielen Jahren nicht mehr in Betrieb, sollte aber nach Meinung von Ernst Meininger reparierbar sein.

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Meininger hat bereits andere Motoren repariert und ist aus diesem Grunde recht optimistisch, dass es auch hier gelingen kann. Bei dem Motor handelt es um ein Modell aus der Zeit von 1904-1908. Diese Modelle waren bei hohem Brennstoffverbrauch nicht sehr leistungsfähig und wurden daher auch relativ früh außer Betrieb genommen und oftmals verschrottet. Aus diesem Grunde handelt es sich hier um eine Rarität, die sicherlich zur Attraktivität der Mühle beitragen wird, wenn der Motor denn wieder funktionsfähig ist.

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